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Abschlussbericht Techment – Girlpower

Zielsetzung

Aufbau eines Mentoring Programms, das die Stärkung von Selbstbewusstsein der jungen
Frauen mit und ohne Migrationshintergrund im technischen Bereich fördert. Die Mentees
werden bei persönlichen und beruflichen Entwicklungen unterstützt. Weitere Ziele sind der
Aufbau eines Netzwerks, auf die sie zurückgreifen können, sowie die Stärkung der Mentorin-
Mentee Beziehung, die auch nach dem Ende des Projektes aufrechterhalten bleiben soll.

Ablauf und Beschreibung des Projekts

Das Projekt Techment Girlpower war in zwei Teile gegliedert. Zum einen gibt es sechs Workshops in denen Inhalte wie Kommunikation und Selbstbewusstsein erarbeitet wurden.

Der zweite Teil bestand aus 4 Freizeittreffen, die gemeinsam mit den Teilnehmerinnen ausgesucht wurden.

1. Treffen

Beim ersten Treffen erfolgte ein Kennenlernen, der erste Austausch und ein Matching anhand der Steckbriefe von den Mentorinnen.

 

2. Treffen

Beim zweiten Treffen waren dann auch die Mentorinnen dabei. Mittels Partnerinterview lernten sich Mentees und Mentorinnen schon ein bisschen kennen und hatten viel zu Lachen.

3. Treffen

Das dritte Treffen war unser erstes Freizeittreffen und wir haben als Datum den Weltfrauentag gewählt! Es war sehr entspannt und lustig. Eine gute Mischung aus Spaß und Austausch von beruflichen Themen.

4. Treffen

Im vierten Treffen gab es zu den theoretischen Inputs zum Thema Kommunikation (verschiedene Kommunikationsmodelle, Nonverbale Kommunikation, andere Kulturen, geschlechterspezifische Kommunikation?) auch ein paar lustige Übungen. Zu Beginn waren die Meisten nicht so begeistert, dass es Übung dazu gibt. Am Ende waren sich jedoch alle einig dass die Übungen vieles verständlicher machen und sehr lustig sind!

5. Treffen

Beim fünften Treffen haben wir eine weitere strake Frau zu uns eingeladen, um den Workshop zum Thema Selbstbewusstsein zu leiten. Maria Bogensberger hat unseren Abend mit einer Achtsamkeitsübung gestartet, damit auch alle anwesenden Teilnehmerinnen wirklich dabei waren. Danach haben wir gemeinsam in der Runde und auch in Gruppenarbeiten zusammengetragen, was bedeutet Selbstbewusstsein? Wann fällt es leichter/wann schwerer selbstbewusst zu sein? Was hilft uns dabei?....

Jede Kleingruppe hat dann spezifischere Fragen zur Ausarbeitung bekommen und Flipcharts damit gestaltet. Danach haben wir uns wieder in der Runde versammelt und die Gruppen haben ihre Plakate der ganzen Runde präsentiert. Es war eine sehr vertraute wohlwollende und starke Stimmung in der Gruppe zu spüren.

6. Treffen

Unser sechstes Treffen war ein besonderes Freizeittreffen, da wir dafür einen Graffiti Workshop gebucht haben. Der erste Teil bestand aus der Theorie.
Wir bekamen von der Graffiti Künstlerin Tamara Volgger alias SOMA eine Einführung in die verschiedenen Schreibstile sowie einen Einblick in die Subkultur des Hip Hop im Allgemeinen. Anschließend durften die jungen Frauen skizzieren und kreativ ihre Ideen auf Papier bringen.

Im zweiten Teil ging es dann ins Freie ans sprayen.

Nach kurzem Ausprobieren der verschiedenen Techniken legten wir gleich los und machten unser Projekt auch für die Öffentlichkeit sichtbar.

7. Treffen

Da es den Wunsch von den Mädchen gab, einen zweiten Termin mit Maria Bogensberger zum Thema Selbstbewusstsein zu veranstalten war das unser siebtes Treffen. Es wurde über Körperbilder, Stärken, Schwächen gesprochen. Auch viele praktische Übungen wie Plakatgestaltung zum Thema Schönheit, Abgrenzungsübungen und Gruppenarbeiten waren mit dabei.

8. und 9. Treffen


Im November fanden unser achtes und neuntes Treffen in Form von einem Dojo Selbstverteidigungskurs für Frauen statt.
Abgehalten wurde dieser Kurs von Tina Behmer aus Salzburg.

Unser Abschlusstreffen haben wir in Form von einem Christkindlmarktbesuch gestaltet. In guter Stimmung haben wir uns noch einmal bei einem Punsch ausgetauscht. Die Mädchen fanden es sehr schade dass das Projekt nun vorbei ist. Viele würden sich ein Projekt in dieser Form laufend wünschen.

Bezug zur ursprünglichen Zielsetzung

Mittels dem Projekt Techment – Girlpower sollten unter anderem die Unterstützung bei der beruflichen und privaten Entwicklung der Mädchen, sowie die Stärkung des Selbstbewusstseins erreicht werden. Die Mentorinnen und Mentees konnten sich über ihre Werdegänge austauschen und zwei Mentees haben sich ihre Mentorinnen zum Vorbild gemacht und schlagen jetzt ebenfalls den Weg zur Lokführerin ein. Es gab viele Gespräche über die einzelnen Tätigkeiten und genaue Beschreibungen von Tagesabläufen (Was für Arbeitszeiten/Schichten gibt es, wie lange hat man Pausen, wo ist man unterwegs?), welches den jungen Frauen die Vorstellung von den verschiedenen Berufen einfacher machte. Ein Mädchen, welches noch nicht in einer Berufsausbildung ist hat teilgenommen um sich ein Bild von technischen Berufen zu machen. Sie interessiert sich für den Beruf der Elektrotechnikerin, hat aber bis jetzt nicht den Mut gefunden diesen Werdegang einzuschlagen. Nach der Teilnahme und dem gewachsenen Selbstbewusstsein möchte sie es jetzt aber tatsächlich umsetzen und Elektrotechnikerin werden. Bei den Workshops (speziell an denen zum Thema Selbstbewusstsein) haben wir sehr deutlich gemerkt dass sich die jungen Frauen untereinander unterstützen, aufbauen und danach vieles bewusster wahrnehmen. Die bewusstere Wahrnehmung war zum Beispiel beim Thema Sprache und Kommunikation zu erkennen (Warum ist das Benutzen der weiblichen Form z.B. MechatronikerIN , LokführerIN,…so wichtig?).

Nachhaltigkeit des Projekts

Schön zu sehen an dem Projekt Techment – Girlpower war, dass nicht nur die Mentees von der Gemeinschaft profitierten, sondern auch die Mentorinnen die gemeinsamen Stunden und den Austausch sehr genossen haben. Es wurden Kontaktdaten ausgetauscht und die jungen Frauen haben sich auch außerhalb unserer gemeinsamer Treffen verabredet. Sie wollen den Kontakt auch in Zukunft halten und wir haben noch ein Treffen mit allen gemeinsam im Februar organisiert.

Ein herzliches Dankeschön an die Hil – Foundation für die Unterstützung und die tolle Zusammenarbeit!